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Allgemeines über die Kellerspinne

Die Kellerspinne (Amaurobis ferox) gehört zu der Familie der Finsterspinnen (Amaurobiidae) und ist als echte Webspinne (Cribellate) am häufigsten in Mitteleuropa anzutreffen. Dort lebt sie vorwiegend in Kellern oder warmen Gegenden wie z. B. unverfugten Mauern oder alten Terrassen aber auch in Gärten oder Gartenhäusern ist sie anzutreffen. Die Kellerspinne lässt sich außerdem im Mittelmeerraum und in den Alpen finden, wo sie vorwiegend in Wäldern z. B. unter Steinen oder in Felsspalten vorkommt. Die Kellerspinne ist mittelgroß.

Die weiblichen Kellerspinnen werden 12 – 16 mm groß , die männlichen Kellerspinnen 9 – 12 mm, das Opithosoma (Hinterleib) ist dick ausgeprägt und bei der männlichen Kellerspinne kann man sehr gut eine helle zackenförmige Zeichnung darauf erkennen, außerdem sind die männlichen Kellerspinnen an den rotbraun gefärbten Beinen zu erkennen. Die weibliche Kellerspinne besitzt auf ihrem Opithosoma keine Zeichnung. Die Kellerspinne wirkt in allem sehr kräftig und ist die größte und am dunkelsten gefärbte Spinnenart in Europa. Sie wird nicht selten mit einer Trichternetzspinne (Agelenidae) verwechselt, da diese ihr sehr vom Aussehen und von der Bauweise des Netzes ähnelt.

Ernährung

Die Kellerspinne gehört zu den nachtaktiven Spinnen, welche sich überwiegend von den ebenso nachtaktiven Kellerasseln (Porcellio scaber) ernähren, aber auch von anderen kleinen Insekten.

Die Kellerspinne verlässt ihr kleines trichterförmiges Netz nur dann, wenn sie Jagd auf ihre Beute macht oder wenn sie sich paart. Ihr trichterförmig zulaufendes Netz hat innen-seitig gelegen eine kleine Röhre in der sich die Kellerspinne versteckt hält.

Fortpflanzung

Im Herbst werden die Kellerspinnen geschlechtsreif und begeben sich im darauffolgenden Frühjahr auf die Partnersuche. Das Männchen sucht dabei nach einem noch nicht verpaarten Weibchen und vollzieht eine Art Balztanz an und auf dem Netz der weiblichen Kellerspinne. Mit diesem Balztanz wird das Weibchen aus der schützenden Röhre gelockt und die Vereinigung der Spinnen, welche in der Regel mehrfach hintereinander vollzogen wird kann stattfinden. Nach der Vereinigung trennen sich die beiden Spinnen wieder und die weibliche Kellerspinne legt einen Kokon in ihrem Gewebe (Netz) an. Sobald die Jungtiere schlüpfen positioniert sich die weibliche Kellerspinne regungslos auf die Kokonreste. Die Jungtiere scharren sich um das Muttertier, welches kurz darauf stirbt um den Jungtieren als erste Nahrung zu dienen.

Methoden um Kellerspinnen loszuwerden

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Effektivste Methode
Modell Haofy Ultraschall Spinnenstecker (2 Stk.)Yachticon Anti Spinnen Spray 500mlSpinnenfänger “Spider-Catcher” mit GreifarmKatcha Spinnensauger inkl. Batterien
Bewertung
Preis

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Hausmittel

Das einfachste Hausmittel um Kellerspinnen oder allgemein Spinnen loszuwerden, ist diese einfach umzusiedeln bzw. aus dem Haus auszusiedeln. Dazu kann man Hilfsmittel wie Gläser und ein Blatt Papier oder ein Stück Pappkarton nehmen, um die Spinnen vor der Haustüre oder in den Garten wieder auszusetzen. Auch ein Besen kann nützliche sein. Außerdem gibt es eine Reihe von mechanischen Vorrichtungen, die sogenannten Spinnengreifer oder Spinnensauger, die ein noch einfacheres Einsammeln der Spinne und ein späteres Aussetzen gewährleisten. Wer das ggf. aufgrund einer Spinnenphobie oder ähnlichen Gründen nicht kann, sollte sich entweder einen Helfer dazu holen oder einer der nachfolgende Methoden ausprobieren.

Weitere Hausmittel

Raumduft hat sich als praktischer Helfer erwiesen, hierzu kann man ätherische Öle, welche man in der Apotheke oder in der Drogerie käuflich erwerben kann einsetzen. Unter anderem kann man auch einige Tropfen von ätherischen Ölen wie z.B. Teebaum-, Pfefferminz- oder Zitronenöl mit einem Liter Wasser mischen und damit die Wohnung bzw. das Haus putzen. Spinnen können diese Gerüche nicht leiden und lassen sich nicht oder nicht mehr so schnell nieder an den damit geputzten Stellen. Auch pflanzliche Spinnen- bzw. Insektenschutzmittel aus dem Baumarkt können helfen. Kieselerde hilft auch, da die Kieselerde die Hautskelette der Spinnen austrocknet und sie so tötet.

Weitere Hausmittel wären u.a. die Spinne aufzusaugen und den Staubsaugerbeutel umgehend in den Mülleimer zu entsorgen. Es sei denn man besitzt ein beutelloses Staubsaugersystem, dann kann die Spinne ebenfalls in den Garten ausgesiedelt werden. Ferner kann man Eukalyptus in den Garten pflanzen oder Kastanien als Dekoration im Haus verteilen. Die natürlich in der Kastanie enthaltene Chemikalie Saponin hält ebenfalls Spinnen fern, dies bestätigen mehrere Studien. Effizient wäre es insbesondere für Gartenbesitzer in die natürlichen Schädlingsbekämpfer zu investieren z. B. in Vögel, welche Insekten aller Art, sowie Spinnentiere auf ihrer Speisekarte haben. Vogelfutter und Vogelhäuser um entsprechende Vogelfamilien anzusiedeln bekommt man für wenig Geld in Baumärkten oder Zoohandlungen. Zum letzten natürlichen Mittel sollte man nur in Ausnahmefällen greifen, das ist das Töten einer Spinne, denn Spinnen sind in der Regel sehr nützliche Tiere.

Chemische Mittel

Auch im Bereich der chemischen Mittel gibt es ein breites Spektrum an Möglichkeiten, wie man  Spinnen gezielt los werden kann. Vorab sollte man nur sehr vorsichtig mit den nachfolgend genannten Produkten sein, da diese oft sehr ätzend und umweltbelastend sind. Und deshalb möglichst außerhalb der Reichweite von Kindern oder Haustieren einzusetzen sind. Insektengift bzw. im Baumarkt oder Internet vertriebene Spinnenschutzmittel können beliebig eingesetzt werden um sämtliche Arten von Spinnen zu töten.

Meistens werden diese Mittel aufgesprüht und müssen dann eine Zeit lang einwirken bis man die Spinne inklusive ihres Netzes entfernen kann. Dieser Vorgang ist oft nur für den Außenbereich (Garten oder Terrasse) frei gegeben. Ebenfalls lässt sich Haarspray zur Abtötung von Spinnen einsetzen.Haarspray ist an sich praktischer als ein chemisches Mittel im Baumarkt zu kaufen, da es in fast jedem Haushalt zu finden und nicht ganz so schädlich für die Umwelt ist, außerdem kann es auch innerhalb eines Raumes angewendet werden und man kann Rückstände leicht mit einem Schwammtuch entfernen.

Als dritte Möglichkeit eignen sich u.a. auch flüssige Fleckenmittel. Diese kann man in Drogerien oft als Pulverform kaufen, und muss sie mit Wasser anrühren. Anschließend kann man das Mittel  z.B. in Bodenspalten geben. Ferner kann man natürlich auch z.B. bei einer Spinnenplage einen Kammerjäger als Fachmann kontaktieren, welcher dann das Spinnenproblem ebenfalls mit chemischen Mitteln bekämpfen wird.

Mechanische Mittel

Unter diesen Bereich fallen elektrische Geräte, welche sich ganz einfach in die Steckdose stecken lassen. Diese Geräte sind kompakt und lassen sich auch auf Reisen ganz einfach mitführen. In der Regel kombinieren diese Geräte zwei Vertreibungsmethoden: elektromagnetische Interferenzen und Ultraschall. Elektromagnetische Interferenzen sind elektromagnetische Störquellen, welche für den Menschen absolut unbedenklich sind und nicht wahrgenommen werden können.

Methoden um langfristig Spinnen aus dem Haus zu halten
Nachfolgend gibt es grundlegende Methoden, wie sich Spinnen langfristig aus dem Haus fernhalten lassen. Die erste und einfachste Methode, das Putzen, ist in der Regel auch mit die am effektivste Methode und sollte vorab regelhaft durchgeführt werden. Damit es erst gar nicht zu einem Spinnenproblem kommt. Spinnen mögen es gerne staubig, trocken und warm, wenn man regelmäßig putzt, kleine dunkle Ecken aussaugt oder auswischt werden sich die Spinnen hier nicht niederlassen.

Lücken oder kleine Spalten in Türen und Fenstern kann man mit Kitt und/oder durch lasieren und streichen verschließen. Ebenfalls kann man an die Bodenseite von Türen Gummistopper anbringen, dadurch kommen Spinnen und andere Insekten nicht mehr ins Haus. Im Keller oder auch auf dem Dachboden sollte man regelmäßig die Boxen, Kisten und anderen eingelagerten Gegenstände hin und her schieben. Das dient dazu, auch so das absetzen der Spinnen zu vermeiden. Wenn Spinnen einmal einen Lieblingsplatz gefunden haben, werden sie langfristig dort verweilen. Oder einfach wieder dorthin zurück wollen, mit dem Umschieben der Gegenstände nimmt man den Spinnen diese Möglichkeit. Im Garten ist darauf zu achten, dass man Büsche und hohe Gewächse möglichst regelmäßig schneidet. Eventuell lohnt es sich bereits große Spinnennetze regelmäßig zu entfernen oder nach Möglichkeit die Spinne(n) umzusiedeln.

Weitere Methoden

Abschließen muss man immer abwägen, welche Methode die richtige ist um Spinnen kurz- und langfristig zu vertreiben. Spinnen sind wichtige Nutztiere. Vor allem in unserem Ökosystem und sollten dementsprechend vorzugsweise umgesiedelt oder durch natürliche Mittel ferngehalten werden, bevor sie getötet werden.